Über Faktor 14

Forschungsergebnisse großer Studien werden in Fachzeitschriften publiziert, aber wer veröffentlicht schon die Ergebnisse einer vergleichbar kleinen Bachelor- oder Masterarbeit?

Faktor14 ist ein interdisziplinäres, unabhängiges, studentisches Magazin für Wissenschaft und Forschung. Das Heft erscheint jedes Semester neu in Print und einzelne Artikel auch regelmäßig hier im Netz. Wir wollen eine Plattform sein für die jungen Stimmen in der Forschung und damit vermitteln – zwischen Mathematisch-Naturwissenschaftlicher und Philosophischer Fakultät, zwischen Jurist*innen und Ethnolog*innen, zwischen Professor*innen, Studis und der Stadt.

Tübinger Student*innen und Doktorand*innen schreiben in Faktor14 – in Zusammenarbeit mit der Redaktion – über ihre eigene Forschungsarbeit. Abgerundet wird der Inhalt durch verschiedene kleinere Rubriken aus der Wissenschaft, Literatur oder dem studentischen Leben in Tübingen. 2012 wurde Faktor14 zunächst mit dem Preis für studentisches Engagement der Uni Tübingen, später mit dem Preis für studentisches Engagement des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Unsere nächste Ausgabe erwartet dich im Frühjahr 2021 – mit neuen Stimmen, neuen Themen und viel neuer Energie nach unserer einsemestrigen COVID19-Pause!

Bis dahin möchten wir dich herzlich einladen, dich nach Lust und Laune durch unsere schöne Homepage zu klicken. Neben Informationen zu uns und unserer Arbeit findest du hier die Highlights unserer alten Ausgaben, aktuelle Forschungsmeldungen und Einblicke in unsere kommenden Artikel.

Viel Spaß beim Schmökern wünscht
Deine Faktor14-Redaktion

Wir über uns

Redakteur*innen bei Faktor 14

  • Sanja Ketterer

    Deutsch und Geschichte auf Lehramt & Deutsche Literatur M.A.

    Mit Bomben aus der Luft Kriege führen – Diese Möglichkeit war zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg ein großes Thema in Wissenschaft und Literatur. Der Clou daran: Viele Ideen, die im zweiten Weltkrieg grausame Realität wurden, stammen ursprünglich aus der ‚Science Fiction‘-Literatur der Zwischenkriegszeit! Was die Macher von Star Wars dazu wohl sagen würden?

    Wissenschaft ist mehr als Naturgesetze und Medizin. Wissenschaft hilft uns zu verstehen, was Menschsein bedeutet. Wie gewinnen wir dem Leben Sinn ab? Welche Geschichten erzählen wir uns über uns selbst? Wie funktionieren Gesellschaften? Was ist Schönheit? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Geistes- und Sozialwissenschaften. Ich möchte mit Faktor14 dazu beitragen, dass die Erkenntnisse dieser Wissenschaften von mehr Menschen gehört werden können.

  • Erik Zimmer

    Biochemistry, M.Sc.

    Was die Evolution doch so alles hervorbringen kann: Bakterien nutzen das Enzym Nitrogenase und verschiedene energiereiche Moleküle, um bei Raumtemperatur (20 °C) und normalem Luftdruck (1 bar) aus gasförmigem Stickstoff Ammoniak herzustellen. Um die gleiche chemische Reaktion technisch durchführen zu können, brauchen wir Menschen Temperaturen von 500 °C und Drücke von 350 bar.

    Der US-amerikanische Physiker und Wissenschaftskommunikator Carl Sagan schrieb: “We live in a society exquisitely dependent on science and technology, in which hardly anyone knows anything about science and technology.”. Eben dieses fehlende Verständnis ist eine Grundlage für Verschwörungstheorien, Fake News und Misstrauen. Durch unsere Arbeit bei Faktor14 hoffe ich, Wissenschaft transparenter und damit greifbarer zu machen.

  • Mara Breit

    Geoökologie, M.Sc.

    Ob zwischen Fakultäten oder Organismen – Es gibt eine Menge faszinierender Interaktionen: Jede Feigenbaumart dient jeweils einer Wespenart als Eiablage und wird auch nur von dieser bestäubt. Dabei kann sich aus einer Blüte entweder ein Samen entwickeln ODER eine Wespe schlüpfen. Daher haben sich bei beiden Arten Anpassungen entwickelt um die andere „auszutricksen“ und das Überleben der Nachkommen zu sichern. Doch sobald eine Seite zu stark wird, sterben beide aus. Bei solchen spezialisierten Zusammenspielen ist es nicht schwer sich vorzustellen wie leicht wir das, was in langen Evolutionsschritten entstanden ist, in kürzester Zeit aus dem Gleichgewicht bringen können.

    Faktor14 bringt die ganze Bandbreite an Fachbereichen der Uni zusammen und bietet Einblick in die bunte Vielfalt an Forschung die Studierende aller Fachbereiche zusammentragen. Wenn wir lernen unterschiedlichen Personen das eigene Thema verständlich und spannend näher zu bringen, können wir dabei helfen die Wissenschaft aus ihren Fachspezifischen Elfenbeintürmen heraus zu bekommen.

  • Julian Wagner

    Geschichtswissenschaft, M.A.

    Die Geschichte der Menschheit ist voller Kuriositäten. Jedenfalls bezeichnen wir diese heute als solches. Für die Menschen der damaligen Zeit, war das vielleicht gar nicht so kurios. Es ist daher wichtig, dass ein Verständnis für vergangene Entscheidungen geschaffen wird. Wissenschaftskommunikation trägt dazu bei. So mag es für uns kurios anmuten, dass im Januar 1939 Adolf Hitler vom Time Magazine zum “Man of the Year” (heute “Person of the Year”) gekürt wurde. Von den Machern wurde diese Kür jedoch nicht als Ehre angesehen. Im Gegenteil, damit sollte der Mann (heute die Person) benannt werden, der die Weltpolitik am meisten beeinflusst hat. Zum Guten, wie zum Schlechten.

    Durch mein Studium habe ich die Freude am Forschen und Schreiben wissenschaftlicher Texte entdeckt. Mit meiner Mitarbeit bei Faktor14 möchte ich dazu beitragen, dass studentische wissenschaftliche Forschung mehr Aufmerksamkeit erhält.

  • Famke Bäuerle

    Bioinformatics, M.Sc. & Nano-Science, M.Sc.

    Zufallszahlen oder zufällige Ereignisse die ein Computer für uns bestimmt sind in Wahrheit gar nicht so zufällig wie mensch denken würde. Zufall kann tatsächlich nicht programmiert aber sehr wohl mit Algorithmen nachgeahmt werden.

    Yuval Noah Harari hat in einem Vortrag neulich in Worte gefasst was mir seit einiger Zeit klar ist: "If you don't make the effort to bring science to everybody, you leave the doors open for conspiracy theories". Ich finde mit Faktor 14 machen wir genau das: Wir bringen Wissenschaft zu allen - mit unseren Mitteln und auf unserer Ebene.